Paris: M&O und der Abschied vom Sommer

Mit dem Besuch der Messe Maison & Objet in Paris verbinde ich immer das Ende des Sommers. La Rentré, wie die Franzosen sagen, die Zeit der neuen Mode in den Schaufenstern, Ankündigungen großer Ausstellungen und der Heizstrahler auf den Terrassen der Brasserien.
Auch dieses Mal gab es den Sommer Blues. Wenn man in der warmen Sonne die Kinder in den Parks spielen sieht, die Fahrräder am Sonntag auf den Quais ohne Autos und die Musikanten entlang des Seine-Seine Ufers. Im Marais ist einer meiner Lieblingsplätze am Wochenende: Der kleine Markt Marché des Enfants Rouge mit den kleinen ethnischen Spezialitäten-Küchen und überdachten Plätzen mit Bierbänken und kleinen Tischen.

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Im Park hinter dem Picasso-Museum kann man ungestört lesen und den Kindern beim Spielen zusehen, entlang des Ufers des Canal St.Martin laden kleine Boutiquen und Buchläden zum Stöbern ein und in der sonst so hektischen Stadt scheint an so einem Sonntagnachmittag die Zeit stehen geblieben zu sein.

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Auf der Messe dann das gewohnte Bild, denn nach den regelmäßigen Besuchen der letzten Jahre sind nur noch wenige Neuheiten wirklich überraschend.

Unsere Kunden zeigen neue Möbel in neuem Look wie bei Royal Botania die ALURA-Serie in Schwarz, die New-England Stühle in Teak oder auch kleine Beistelltische mit Keramik-Tischplatten.
Universopositivo zeigt sich mit neuem Logo, einem modernen Stand ganz aus Holzelementen und vielen praktischen Möbeln, die Stauraum bieten und platzsparende Lösungen für Wohnen und Homeoffice zeigen. Nicht zu vergessen: die kleinen Ordnungshelfer an den Wänden, Kleiderhaken, Minicontainer und Buchablagen.

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Ethnicraft lädt in ein Schlafzimmer mit Airbed ein (es scheint zu schweben), führt durch ein Wohnzimmer mit neuem Sofa und Ablagen, inspiriert mit einer gemütlichen Küche, alles aus unterschiedlichen Hölzern.

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Notre Monde verzaubert mit geometrischen und ethnischen Motiven, kombiniert mit dunklen und verspiegelten Flächen. Verspielte und filigrane Dekors gedruckt auf Tabletts, die mit passenden Unterteilen aus Metall auch als Beistelltische zu verwenden sind.

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Bei Domani leuchten die Rot-und Orangetöne auf Schalen und Töpfen, eine Schaukel aus Zink wird fast von allen Besuchern ausprobiert und die als Projekt ausgestellte Zinkwand mit Mulden für Grünpflanzen wird bald einen Luxus-Schuhladen in Rom schmücken.

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Die schon bei TSTAD bewunderten Solitairpflanzen haben auch einen Abstecher auf die Messe gemacht. Standard-Frage: Sind die echt???? Ja sie sind es und werden natürlich: Bewundert!

Soonsalon lockt mit Schmuck, der aussieht wie Lakritz, in Form von Kätzchen, Fischen, Rhomben…als Verpackung wird dann auch noch die bekannte Form der kleinen Papiertüte dazu gelegt. Zum Trost, weil es nicht echt ist, wird dem Besucher dann aber auch Lakritz-Konfekt gereicht.

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Neongelb auf Schwarz, Creme und Mokka, wie Latte Macchiato, das sind die Farben der schnittigen Räder des belgischen Herstellers Broke. Taylor-made in unzähligen Variationen sind sie in den Benelux-Ländern sehr beliebt, in Deutschland aber noch ein Geheimtipp. Ab sofort gibt es noch handgefertigte Ledertaschen, die wahlweise am Lenkrad oder der Querstange befestigt werden.

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Schrill und ein wenig schräg sind die Kunst-Objekte auf einem chinesischen Stand, xiquiart, das Christuskind im Mao-Gewand, im Kreis fahrende Kinder oder bunte chinesische Putten, ebenfalls im Mao-Look und andere verblüffende Figuren hinterlassen die Frage, wohin sie wohl demnächst wandern.

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Die Abteilung der Düfte kann ich nicht auslassen. Dort bleibe ich bei Sabé Masson stehen und probiere die verschiedenen Düfte, soft perfume, Mit den entzückenden, liebevoll gestalteten Verpackungen aus. Die Marke ist interessant, weil die Form, Konsistenz und die Duftkombinationen eine wirkliche Neuheit ist. Auch die Haltbarkeit auf der Haut bringt zusätzliche Pluspunkte. Praktisch ist auch die Größe, perfekt für die Handtasche und auslaufen kann auch nichts!

​Dann ist es auch schon wieder Zeit, die Messe zu verlassen, schnell zum Gared du Nord und aus dem Zug noch einen letzten Blick auf die Sacre Coeur in der Abendsonne werfen. Au revoir Paris, bis bald!​

Annekathrin

Veröffentlicht von Annekathrin Koch

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