Concept-Stores: Das neue Nonplusultra

 

Häufig, wenn wir unsere kleinen discoveries live! Showrooms organisieren, erhalten wir auch Besuch von Ladenbesitzern, die auf der Suche nach neuen Sahnestücken für ihr Sortiment sind. Das Stichwort Concept-Store finden wir immer häufiger in unseren Besucherlisten wieder. Ein Grund mehr, sich diesem Thema mal genauer zu widmen:

 

Das Was-ist-was der Concept-Stores

Concept-Stores: inhabergeführten Läden mit Individualität und Persönlichkeit und ein neues Einkaufserlebnis für trendbewusste Menschen und solche die es gerne wären. Hier trifft man ganz automatisch die richtigen Kaufentscheidungen, weil jemand anderes, der kompetenter und stilbewusster ist, schon eine Vorauswahl getroffen hat. Das Überangebot wird vorgefiltert und auf ein Minimum an hippen Trend- und Nischenprodukten reduziert. Ein ganzer Laden voller it-pieces, wenn man so will, und jeder Kauf ein Treffer.

Die meisten Concept Stores wandeln ihr Erscheinungsbild und ihr Sortiment zudem in regelmäßigen Abständen, um für die Trendsetter flexibel und überraschend zu bleiben und allen anderen die Möglichkeit zu geben, dieser Gruppe wenigstens äußerlich anzugehören. Hier – und nur hier – hat man das Privileg sich schon beim Einkauf individuell zu fühlen. Weg vom Massenkonsum und absoluter (Textil-)Gleichheit. Denn der Concept-Store liegt üblicherweise nicht in A-Lage, sondern an Orten, die so individuell wie der Store selbst sind, in Gassen, Hinterhöfen oder Industriegebäuden. Und nur ein Kenner findet sich in einem Concept-Store wieder. Wie H&M es mit seinen &other stories zu Erfolg unter den concept-verliebten Individualisten gebracht hat, bleibt wohl erstmal ein Geheimnis des schwedischen Modehauses.

 

Konzept ≠ Konzept

Corso_ComoDoch „Concept“ ist sowieso nicht gleich „Concept“. Angefangen hat das Konzept Concept vor 25 Jahren mit Carla Sozzani und ihrem Laden Corso Como 10 in Mailand, in dem sie all jenen Dingen, die ihr gefielen, einen besonderen Schauplatz geben wollte.

Mittlerweile sprießen solche Stores aus dem Boden wie Sand am Meer, da jeder mit genug Selbstbewusstsein (und Kapital) die Welt von seinem Style überzeugen möchte – und natürlich auf den ganz großen Durchbruch hofft. Fehlt das Kapital, geht die Tendenz zum Online-Concept-Store über. Doch mit der Masse an Stores wächst auch das Problem: Wo finde ich den Store zu meinem Stil? Denn mal ehrlich, nicht jeder dieser Shops ist ein Treffer.

 

Concept mit System

Tendenziell haben auch die meisten Concept-Stores einen Fokus auf spezielle Themen gelegt. Ein Concept-Store für Mode, einer für Design, für Haustiere, Kulinarisches, Comics, Geschenkideen. Und Accessoires natürlich. Dem Erfindungsgeist sind hier keine Grenzen gesetzt. Generell gilt, je ausgefallener desto besser, denn irgendwie muss die Individualität ja gewahrt werden.

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Trotz der immer größer werdenden Konkurrenz ist es einigen nationalen Shops gelungen sich einen Namen zu machen und sich durch eine interessante Mischung der angebotenen Produkt von der Masse abzuheben und sogar zu expandieren – der Beweis, dass ein gut durchdachtes Konzept trotz aller Kritik durchaus erfolgsversprechend sein kann. Man muss nur wissen wo und letztendlich ist doch alles Geschmacksache.

Unsere Empfehlungen für euch:

Wo shoppt ihr am liebsten? Danke für eine kurze Mail mit euren Tipps!

 

LunaVeröffentlich im Blog von
Luna Koehn

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